Neuigkeiten vom
Kasimir + Lieselotte
demeter Hof
Juni
01. Juli 2025
Im Juni stand bei uns auf dem Hof mit dem voranschreitenden Sommer vor allem sehr viel Beikraut hacken an bei allen Kulturen, die draußen auf dem Feld wachsen. Dazu gehören vor allem Karde, Löwenzahn, Ashwagandha und Schafgarbe, denen wir allen den nötigen Raum zum Wachsen und Gedeihen verschaffen mussten.
Neben dem Entfernen von Beikraut konnten wir auf dem Acker auch Baikal-Helmkraut auspflanzen, das wir völlig neu aussäen und pikieren mussten, nachdem die erste Kultur, die wir schon im Frühjahr ausgepflanzt hatten, leider dem starken Regen nicht standhalten konnte. Jetzt hoffen wir sehr, trotz der ungeplanten Verspätung hoffentlich noch eine gute Ernte an Baikal-Helmkraut einzufahren.
Auch in diesem Jahr haben wir leider wieder Probleme mit dem Anbau unseres Bergtees, der in den ersten Jahren hier auf dem Hof wunderbar gewachsen ist. Da die Sommer in den letzten Jahren feuchter geworden sind, wächst der Bergtee nicht mehr so gut und wir sind auf der Suche nach einem neuen Standort. Damit sich die Pflanzen wieder richtig wohl bei uns fühlen, schauen wir uns jetzt nach einem sonnigen und geschützten Plätzchen um, an dem sie ab dem nächsten Jahr wieder besser gedeihen können.
Außerdem haben wir mit der großen Artemisia-Ernte begonnen, die uns über die nächsten Monate begleiten wird. Die ersten beiden Ernten waren dank der vielen Energie, die wir in eine neue, bessere Trocknung investiert haben, diesmal in Rekordzeit trocken und weisen dadurch auch eine besonders schöne Qualität auf. Die schnelle und gleichzeitig schonende Trocknung der Pflanzen ermöglicht es, besonders viele ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten. heranwächst. Sie konnten wir im Mai schon ernten und damit bereits die ersten Tinkturen ansetzen.
Egal ob es sich um Artemisia, um Zitronenmelisse, Apfelminze oder eine andere unserer großen Kulturen handelt, die wir für Teemischungen verwenden: Nach der Ernte müssen diese zum Trocknen zuerst gehäckselt werden, bevor sie auf den Gittern in der Trocknung verteilt werden. Dort steigt ständig warme Luft auf, die die Feuchtigkeit der Pflanzen bindet und anschließend entzogen wird. Nach der Trocknung wird dann die gesamte getrocknete Pflanzenmasse aufwändig mit verschieden feinen Sieben gesiebt, um die verbleibenden Stiele von den Pflanzenteilen für die Teemischungen zu trennen. Nachdem wir die Trocknung nun so erfolgreich optimieren konnten, suchen wir noch nach besseren Möglichkeiten, auch das Sieben in Zukunft effizienter zu gestalten. Für die Blüten, die wir hier am Hof ernten, nutzen wir übrigens nicht die große Trocknung, sondern ein kleineres Dörrgerät, in dem ihnen schnell und unkompliziert alle Feuchtigkeit entzogen wird.
In den nächsten Wochen werden wir zwei- bis dreimal wöchentlich Artemisia ernten und diese dann auf die beschriebene Weise trocknen können. Gleichzeitig laufen viele andere Arbeiten am Hof natürlich weiter, so zum Beispiel das Versorgen unserer Tiere. Im Juni war das Wetter gut und wir konnten außerdem auf verschiedenen Wiesenflächen Heu machen, das unsere Ziegen dann im Winter zu fressen bekommen.