Wermut (Artemisia absinthium)

Wermut zählt zu der Familie der Korbblütengewächse und ist vor allem in flüssiger Form als Tee oder als Alkohol, Wermutschnaps oder Absinth bekannt. Das silbergraue Kraut, welches ursprünglich aus Sibirien kommt, wird 40 bis 150 cm hoch und hat einen stark aromatischen Geruch. Schon von den Mönchen wurde das Kraut vielfältig eingesetzt und später auch kultiviert. Deshalb findet man es heute auch in ganz Europa und Nordafrika.

Das Kraut wird schon seit der Antike auf unterschiedlichste Art und Weise verwendet. Ihm wurden zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, wie die Förderung von Appetit und Verdauung, sowie die Hilfe bei Kopfschmerzen und Entzündungen. Außerdem verwendete man Wermut in Schreibtinte gegen Mäusefraß an Büchern und in Kleiderschränken gegen Motten. Aber auch als Abwehrmittel gegen Dämonen und Hexen wurde das Kraut verwendet.

Bis heute gilt Wermut als wichtiges Heilkraut zur Appetitanregung, zur Verdauungsförderung und zur Anregung der Leberfunktion, was vermutlich auf die enthaltenen Bitterstoffe zurückzuführen ist. Aber Vorsicht! Zu hohe Dosierung oder zu regelmäßgie Anwendungen können zu starken Nebenwirkungen wie Krämpfe, Durchfall und Erbrechen bis hin zu Störungen der Sinneswahrnehmung und Schädigung des Zentralnervensystems führen.

Von Juli bis September kann man das Wermutkraut besondersn in wärmeren Gegenden auf felsigen Hängen ernten. Dabei sammelt man nur die oberen nichtverholzten Stängelteile und die unteren Blätter und trocknet diese bei bis zu 35°C. Es empfielt sich das Sammelgut getrennt von anderen Pflanzen zu trocknen, da Wermut einen penetranten Geruch verbreitet.