Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

 

Beschreibung:

Der Schwarze Holunder ist ein bis zu elf Meter hoher  Baum aus der Familie der Geißblattgewächse mit einer korkartigen Borke. Die unangenehm riechenden, gelblichweißen Blüten stehen in flachen Trugdolden am Ende der Zweige. Die Frucht des schwarzen Holunders ist eine glänzende, schwarze Beerenartige Steinfrucht mit blaurotem Saft. Die Blütezeit geht von Mai bis Juni

 

Geschichtliches:

Früher galt der Holunder als Lebensbaum. Deshalb dachte man, dass das Verstümmeln oder Fällen des Baumes Unglück oder Tod bringe. Lediglichen Witwen oder Waisen waren angeblich in der Lage, den Baum ungestraft zu schneiden, da sie schon vom Tod gezeichnet waren. Des Weiteren galt der Holunderbaum als Abwehrmittel gegen schwarze Magie und Hexen und als Beherberger von guten Hausgeistern. Der Legende nach soll der unangenehme Geruch des Baumes daher kommen, dass sich der Apostel Judas an dem Baum erhängt hat.

 

Vorkommen:

Häufig in Gebüschen, am Rande von Wäldern oder in der Nähe menschlicher Siedlungen, 

Sammelvorschrift:

Man sammelt vom schwarzen Holunder lediglich die Blüten und die reifen Früchte. Die Blütenstände werden bei trockenem Wetter abgeschnitten, mit dem Hauptstiel an eine Schnur gehängt und sorgfältig getrocknet. Blüten ohne Stiel (die Blüten müssen gleich nach der Ernte abgezupft werden) trocknet man langsam in dünner Schicht bei einer Temperatur bis zu 45 C°.