Mistel

Jeder kennt die Pflanze aus der Familie der Halbschmarotzer, die vor allem im Herbst und Winter auf vielen Bäumen sichtbar wird. Ein Parasit, der seinem Wirt Nährstoffe und Wasser entzieht, aber schon im antiken Griechenland eine wichtige Rolle als Heilpflanze hatte. Von der Mistel gibt es über 400 Arten, die vor allem in tropischen, subtropischen und gemäßigten Klimazonen zu finden sind. 

Die Mistel wächst auf Laub- und Nadelbäumen und ist im Gegensatz zu Pflanzen aus der Familie der Vollschmarotzer selber in der Lage, Photosynthese zu betreiben. Deshalb sind die Mistelblätter auch grün gefärbt. Die weißen Beeren der Mistel sind besonders bei Vögeln sehr beliebt und sorgen außerdem für die Vermehrung der Pflanze. Der Samen wird nämlich im Vogelmagen nicht verdaut und wieder auf andere Bäume ausgeschieden.

Im Winter erfreut sich die Mistel großer Beliebtheit als Dekoration über Türrahmen vor allem in den USA und England. Ein Paar, welches sich unter einem solchen Mistelstrauch küsst soll Glück in der Liebe bekommen. In der Heilkunde wird der Mistel eine entzündungshemmende beruhigende Wirkung nachgesagt. Auch in der Krebsbehandlung kommt sie immer öfter zum Einsatz. Allerdings ist die krebsheilende Wirkung der Mistel bisher noch umstritten, da es keine richtigen Studien gibt, die einen positiven Effekt belegen können.

Geerntet wird die Mistel meist im Dezember und im Januar. Man sammelt die Zweige und trocknet diese anschließend bei Temperaturen von bis zu 40 C° und lagert diese dann vor Licht und Feuchtigkeit geschützt.

 

 

 

Sammelvorschrift:

Die Ernte wird in den Wintermonaten (Dezember-Februar) durchgeführt. Zu diesem Zweck werden die belaubten, jungen, bis 5mm dicken Zweigen gesammelt; Sie werden von den Vorher vorsichtig abgeschnittenen Pflanzen entweder geschnitten oder abgebrochen. Anschließend werden sie bei einer Temperatur getrocknet.