Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)

Der gemeine Wacholder ist auf nahezu der ganzen Welt verbreitet und eines der vielfältigsten Nadelgehölze, da er sowohl als Strauch aber auch als Baum mit bis zu 12 Metern Höhe auftritt. Er wächst in der Arktis, in Grönland, Nordamerika, Nordafrika, Asien in Lagen bis zu 4050 Metern Höhe. 

Der Wacholder, der 2002 zum Baum des Jahres gewählt wurde, wird auf die verschiedenste Art und Weise verwendet: für kleinere Möbel, als Zierstrauch auf Friedhöfen, zur Aromatisierung und Haltbarmachung von Bier, als Gewürz, zur Alkoholherstellung aber auch als Heilpflanze eignet sich der Baum. Am bekanntesten ist dabei wahrscheinlich die Verwendung der Beerenzapfen. Neben der Nutzung als Gewürz für Wildspeisen und Sauerkraut werden die Beeren durch ihren hohen Zuckergehalt auch zur Alkoholherstellung benutzt. Man vergärt und destilliert sie im Anschluss und erhält so bekannte Wacholderschnäpse wie Gin oder Steinhäger.

Als Heilpflanze war der gemeine Wacholder schon im Mittelalter sehr verbreitet. Verwendet wurde er unter anderem als Durchspülungstherapie oder als Blutreinigungs- und Entfettungsmittel, da die Wacholderbeeren ätherische Öle enthalten, die harntreibend auf den Körper wirken.

Die Beeren des Wacholders sind in der Regel im Herbst reif und können dann gepflückt oder abgeschüttelt werden. das Pflücken gestaltet sich als etwas Schwieriger da die Nadeln unangenehm in die Hände stechen können und darüber hinaus Hautreizungen verursachen. Anschließend werden die Beeren auf natürliche Weise getrocknet und in lichtgeschützten trockenen Gefäßen gelagert.