Baldrian (Valeriana officinalis)

Prüfungsangst? Einschlafprobleme? Baldrian kann da helfen. Denn dem ausdauernden Kraut aus der Familie der Baldriangewächse wird nicht ohne Grund nachgesagt, dass es eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem des Körpers hat.

Der Baldrian wird bis zu 1,8 Meter hoch und findet sich hauptsächlich in den gemäßigten Zonen Europas, Afrikas, Amerikas und Asiens. Schon im antiken Griechenland galt er als Allheilmittel und wurde unter anderem als Mittel gegen Augenleiden oder Entzündungen benutzt. Aber nicht nur als Heilmittel sondern auch als Schutzzauber gegen Hexen an Haustüren erfreute sich Baldrian großer Beliebtheit.

Dass Baldrian eine beruhigende Wirkung hat, wurde hingegen erst Ende des 18. Jahrhunderts erkannt. Demnach wirkt die Pflanze hemmend auf Botenstoffe im Zentralnervensystem und beruhigt somit den Körper. Man sagt jedoch, dass Baldrian nicht direkt ab der ersten Anwendung, sondern erst im Laufe der ersten zwei Wochen seine volle Wirkung entfaltet.

Die Ernte der Baldrianpflanze geschieht in der Zeit vom Spätherbst bis zum zeitigen Frühjahr. Gesammelt werden die Wurzelstöcke mit den Wurzeln, die man anschließend zum Trocknen aufhängt. Der eigentümliche Geruch, der hierbei freigesetzt wird, kann verschiedene Tiere, insbesondere Katzen anlocken.

 

 

 Vorkommen:

An Waldrändern, auf feuchteren Wiesen und unter Gebüschen 

Sammelvorschrift:

Man gräbt die Wurzelstöcke mit den Wurzeln in der Vegetationsruhe, in der Zeit vom Spätherbst bis zum zeitigen Frühjahr, aus, reinigt sie gründlich und fädelt sie zum Trocknen auf Schnüre auf. Starke Wurzelstöcke sollte man vorher noch zerkleinern. Während des Trocknens wird der eigentümliche Baldriangeruch freigsetzt, der auch Tiere anlockt.