Schwarzer Holunder Januar 2017
 
 
Schwarzer Holunder

 

Schneeweiße Blüten. Tiefschwarze Beeren. Mystische Sträucher.

 

Winterzeit ist Erkältungszeit. Wie so oft, kam mit dem ersten Eis und Schnee eine Erkältungswelle über uns. Gut vorgesorgt hat, wer schon in Frühling und Herbst fleißig Holunder ernten war. Als uriges Hausmittel dienen die Blüten und Beeren des Holunderbusches schon seit vielen Jahrhunderten gegen vielerlei Leiden, z.B. gegen Erkältungen.

Der frostbeständige Holunder – welcher im Norden Deutschlands auch als „Flieder“, im Süden als „Holler“ (Bayern und Österreich) oder auch als „Holder“ (Schwaben und Schweiz) bekannt ist – gehört in Mitteleuropa zu den verbreitetsten Sträuchern. Vorwiegend im Halbschatten und in der Nähe von Häusern anzutreffen, ranken sich allerlei Mythen um seine Existenz: Bereits die Germanen glaubten, dass sich „Frau Holle“, als Beschützerin von Haus und Hof und auch als Göttin „Freya“ bekannt, gern in Holunderbüschen niederlasse. Erzählungen wie diese, berichten noch heute von guten Hausgeistern im Holunder und tragen maßgeblich dazu bei, dass ein Verletzen oder gar Fällen des Holunder als Provokation des Unglücks gilt. 

Als Symbol des Lebens werden dem Holunder viele heilende Wirkungen nachgesagt. Tatsächlich ist Holunderblütentee ein schweißtreibendes Hausmittel und hilft nachweißlich bei Erkältungen, grippale Infekten sowie bei Nieren und Blasenleiden. Ebenso wie die Beeren, die reich sind an Vitamin C und Kalium. Während die aromatisch duftenden Blüten in Mai bis Juli geerntet werden können, gelten die reifen schwarzen Beeren von September bis Oktober als zuverlässiges Anzeichen für den Herbstanfang.

Doch Achtung! Vor jeglichem Verzehr sollten die Holunderblüten oder -beeren stets abgekocht werden. Jegliches Grün der Pflanze ist zu jeder Zeit unverträglich für Mensch und Tier! So kann aus den Blüten auch Sirup hergestellt werden und aus den Beeren neben Saft auch Marmelade, Gelee oder Mus. Nicht nur als Heil- und Lebensmittel lässt sich der Holunder vielseitig einsetzen: Der Farbstoff  der Beeren soll bereits den Frauen im alten Rom als Mittel zum Färben der Haare gedient haben.

 

 

 

Die Grafiken für unsere Neuigkeiten-Briefe entstehen in Zusammenarbeit mit der in Potsdam ansässigen Künstlerin Heike Isenmann.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Kasimir&Lieselotte-Team