Glycerin Flaschen im Labor

Pflanzliches Glycerin – Nutzen, Verwendung und Unterschiede

Pflanzliches Glycerin, auch als Glycerol bekannt, ist eine klare Flüssigkeit mit einer sirupartigen Konsistenz. Es hat einen milden, süßen Geschmack, ist geruchlos und wird typischerweise leider aus Monokulturen wie Kokos-, Soja- oder Palmöl hergestellt.

Dieser Artikel untersucht die Verwendung, den Nutzen und die Qualitätsmerkmale von pflanzlichem Glycerin. Ihr erfahrt, warum wir unsere alkoholfreien Tinkturen aus pflanzlichem Glycerin herstellen und was das Besondere an den Glycerin-Tinkturen von Kasimir + Lieselotte ist.

Was ist pflanzliches Glycerin?

Glycerin oder korrekterweise Glycerol ist ein Zuckeralkohol, der sowohl pflanzlichen, tierischen oder auch synthetischen Ursprungs sein kann. Je nach Herstellungsverfahren und verwendetem Rohstoff entstehen verschieden Formen.

Konventionelles Glycerin beispielsweise ist rein synthetisch und wird aus Erdöl erzeugt, aber auch aus pflanzlichen oder tierischen Fetten kann Glycerin hergestellt werden. Pflanzliches Glycerin ist die Variante, die aus pflanzlichen Fetten gewonnen wird.

Wie wird pflanzliches Glycerin hergestellt?

Pflanzliches Glycerin entsteht bei der Spaltung pflanzlicher Öle und Fette. Es soll vor mehr als 200 Jahren vom schwedischen Apotheker und Chemiker Scheele bei der Verseifung von Olivenöl entdeckt worden sein. Zur Herstellung werden trigylcerinreiche Pflanzenfette unter Druck mit einer starken Lauge vermengt. Das Glycerin spaltet sich von den Fettsäuren ab und vermischt sich mit Wasser zu einer süßlich schmeckenden Flüssigkeit.

Wo ist pflanzliches Glycerin enthalten?

Schon lange wird Glycerin als Feuchthalte- und Bindemittel in allen möglichen Bereichen eingesetzt. Es wird in Nahrungsmitteln und Medikamenten verwendet, ist aber auch in der Veterinär- und Kosmetikindustrie sehr beliebt. Unter der Nummer E422 wird es als Lebensmittelzusatzstoff genutzt.

Pflanzliches Glycerin findet in vielen Bereichen Verwendung:

  • Kosmetik (Hautpflege, Zahnpasta)
  • Pharmaindustrie (Abführmittel)
  • Tierernährung und -pflege (Futtermittel)
  • Lebensmittel (Datteln, Kaugummis)
  • Haushaltsmittel (Schuhcreme, Frostschutzmittel)

Extraktion mit pflanzlichem Glycerin

Die Wahl des Extraktionsmittel für Tinkturen richtet sich immer nach der Löslichkeit der Stoffe, die extrahiert werden sollen. Denn um die gewünschte Wirkung zu erreichen, sollen genau die richtigen Pflanzenstoffe herausgelöst werden. Wasser beispielsweise kann zwar einige Stoffe lösen, doch ätherische Öle und andere nicht wasserlösliche Verbindungen verbleiben in der Pflanze.

Als Lebensmittel wird pflanzliches Glycerin vor allem zum Süßen von Getränken und zur Extraktion von Naturstoffen verwendet. Pflanzliches Glycerin ist vollkommen ungiftig und gut verträglich. Es gibt viele Gründe, warum wir uns bei der Entwicklung unserer alkoholfreien Tinkturen für die Herstellung mit pflanzlichem Glycerin entschieden haben.

Warum eignet sich Glycerin als Extraktionsmittel?

Da Glycerin, ähnlich wie Alkohol, sowohl fett- als auch wasserlöslich ist, eignet es sich besonders gut, um ein breites Spektrum an Inhaltsstoffen aus den Pflanzen zu lösen. Neben seinen konservierenden Eigenschaften wirkt Glycerin auch hygroskopisch und leicht antimikrobiell. Weitere Gründe, weshalb sich pflanzliches Glycerin als Extraktionsmittel eignet.

Vorteile

  • Verhält sich ähnlich wie Alkohol
  • Angenehmer, süßlicher Geschmack
  • Für Schwangere und Kinder geeignet
  • Lange Haltbarkeit
  • Antimikrobielle Wirkung

Nachteile

  • Ungeeignet für Menschen mit Diabetes
  • Kann Blähungen verursachen
  • Qualitätsunterschiede beachten

Qualitätsmerkmale von Glycerin

Pflanzliches Glycerin hat gravierende Qualitätsunterschiede. Schlechtes pflanzliches Glycerin kann aus Monokulturen, gentechnisch veränderten Pflanzen oder als industrielles Nebenprodukt, wie bei der Biodieselherstellung, gewonnen werden.

Dass sich pflanzliches Glycerin ausgezeichnet als Extraktionsmittel für Tinkturen eignet, ist uns bei Kasimir + Lieselotte noch lange nicht genug. Bei der Entwicklung unserer alkoholfreien Tinkturen waren wir deshalb lange auf der Suche nach dem idealen Rohstoff und teilen hier unsere Erfahrungen.

Woran erkenne ich gute Qualität?

Qualitätsmerkmale für hochwertiges Glycerin im Überblick:

  • Wähle möglichst Bio-Glycerin. Schlechtes pflanzliches Glycerin kann aus gentechnisch veränderten Pflanzen oder als Nebenprodukt industrieller Verarbeitung hergestellt werden.
  • Vermeide pflanzliches Glycerin von Monokulturen. Pflanzliches Glycerin ist typischerweise aus Mais, Soja oder Palmöl hergestellt und deshalb weder nachhaltig noch umweltfreundlich.
  • Verzichte auf Glycerin aus Erdöl und tierischen Fetten. Konventionelles Glycerin und Glycerin aus tierischen Bestandteilen sind keine Option für eine ökologisch bewusste Lebensweise.
  • Veganes Glycerin muss nicht nachhaltig sein. Pflanzliches Glycerin ist auf jeden Fall vegan, allerdings ist auch konventionelles Glycerin, das aus Erdöl gewonnen wird vegan. Für veganes Glycerin ohne Herstellung aus Erdöl solltest du im Zweifelsfall beim Hersteller nachfragen.

Was zeichnet die Kasimir + Lieselotte Qualität aus?

Unser pflanzliches Glycerin muss nachhaltig sein, bestenfalls regional produziert und unbedingt in Bio-Qualität. Nach langer Recherche sind wir endlich fündig geworden und haben den idealen Rohstoff für unsere alkoholfreien Tinkturen gefunden: Pflanzliches Glycerin aus Bio-Leinsamen.

Zusammenfassung

Für die Herstellung von Tinkturen ist pflanzliches Bio-Glycerin durch seine Eigenschaften wunderbar geeignet. Die Qualität von pflanzlichem Glycerin ist allerdings stark von der Herstellungsmethode abhängig. Deshalb lohnt es sich, die Herkunft des Glycerins zu hinterfragen.

Weil wir uns bei Kasimir + Lieselotte nur mit dem Besten zufrieden geben, empfehlen wir die Verwendung von pflanzlichem Glycerin in Bio-Qualität aus Mischkulturen.

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